Das "Great Bear Rainforest"-Moratorium


20 Urwaldtäler im Great Bear Rainforest werden dauerhaft vor industriellem Holzeinschlag geschützt.

(Im Dezember 2001 verkündete die Regierung jedoch, dass sie nur einen Bruchteil dieser im Abkommen festgelegten Täler unter gesetzlichen Schutz stellen will!)



- Insbesondere im Lebensbereich des Spirit Bears auf Princess Royal Island werden bedeutende Teile gesichert.
- Das Moratorium verschafft weiteren wichtigen Wildnisgebieten eine ein- oder zweijährige "Atempause" - ein dauerhafter Schutz dieser Gebiete kann laut Abkommen nach wissenschaftlichen Studien erfolgen.
- Änderungen in der Forstbewirtschaftung der übrigen Gebiete hin zu einem "ecosystem based management" mit einer eventuellen Abwendung von der Kahlschlag-Wirtschaft werden versprochen; bleiben aber unscharf.
- Die Herrschaft multinationaler Holzkonzerne über die Region wird durch das Abkommen eher gefestigt - jedenfalls werden keine Alternativen, wie etwa Forstwirtschaft auf kommunaler Basis zugelassen. - Nur mit regierungskonformen Teilen der 8 indigenen Nationen wurde eine Mitsprache über die Landnutzung vereinbart,- nämlich jenen Vertretern, die in Sachen Urwald-Einschlag und Einschränkung ihrer Landrechte kompromissbereit sind.




- Holzkonzerne werden nach ihrer Lesart des Abkommens mit Steuergeldern für den "Verlust" von Gebieten entschädigt, die ihnen nie gehörten. Die indianischen Nationen haben dagegen nie Entschädigungen für die Nutzung ihres Landes erhalten.
- Außerhalb wie innerhalb der Schutzzonen darf man im Great Bear Rainforest weiterhin Urwälder abholzen und Pestizide im Wald versprühen. Die Errichtung von Jagd- und Angelhotels (Lodges) und die Erschließung und Ausbeutung von Bodenschätzen sind nicht einmal in den neuen Schutzgebieten eingeschränkt.
- Die Holzeinschlagrate ist viel zu hoch: Vereinbart ist eine Reduktion des Einschlagvolumens im Great Bear Rainforest um 15%. Die Regierung von British Columbia betrachtet eine Reduktion um 32% im Great Bear Rainforest als nachhaltigen Wert für die Gesamtfläche inklusiv Holzzuwachs in den Schutzgebieten.
- Wichtige Urwaldtäler sind zur Abholzung freigegeben, für die "deferral ares" (Moratorium 12 bis 24 Monate) bestehen Einschlagpläne. Der Schutzwert dieser Gebiete ist wissenschaftlich hinreichend bekannt - ein Schutz der Gebiete nach Ablauf der Frist ist hingegen durch das Abkommen in keiner Weise gesichert.



Das "Great Bear Rainforest Agreement" gilt natürlich nur für dieses Gebiet - der Kahlschlag in den übrigen Urwäldern Kanadas geht unvermindert weiter.






Kostenloser Zähler Valid CSS! Valid HTML 4.01!